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February 09 2018

Drogengebrauch in der Partyszene

Gemäß Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung vom 7. Februar 2018 gilt Berlin als internationale Party-Hauptstadt. Für viele gehört zur Party allerdings auch der Konsum von Alkohol und illegalisierten Substanzen. Darüber gab es bisher zwar viele Berichte aber wenig gesicherte Daten und wissenschaftliche Erkenntnisse. Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung hat deshalb im vergangenen Jahr eine wissenschaftliche Studie zum Drogengebrauch in der Berliner Partyszene durchführen lassen. Dafür wurde die Partyszene mit Fragebögen online und direkt, in Clubs, Bars und Warteschlangen befragt, sowie Expertinnen und Experten (Rettungsdienst, Suchtprävention, Polizei und Clubs) zu dieser Thematik interviewt. Die Studie leitete Dr. Felix Betzler, Arzt an der Charité. Die Studie ist nicht repräsentativ für ganz Berlin, zeigt aber einen Einblick in die Club- und Partyszene.

Bei den meisten Substanzen unterscheidet sich der Gebrauch in der Berliner Partyszene nur geringfügig von dem in Zürich. Eine Ausnahme stellen hier die dissoziativ wirkenden Substanzen Ketamin und GHB dar, die in Berlin massiv häufiger konsumiert werden als in Zürich.

Im Vergleich zum Drogengebrauch in der Berliner Partyszene vor 20 Jahren kann festgestellt werden, dass der Drogengebrauch bei allen untersuchten Substanzen zugenommen hat. Dies gilt vor allem für die Stimulanzien Amphetamin (Speed) und Kokain. Ketamin und GHB waren vor 20 Jahren in der Partyszene weit weniger verbreitet als heute, so dass damals die Konsumhäufigkeit dieser Substanzen nicht abgefragt wurde.

Sowohl in Berlin wie auch in Zürich werden derzeit Alkohol und Tabak am häufigsten konsumiert, gefolgt von Cannabis. Auf Rang vier und fünf folgen Speed und Ecstasy, wobei in Berlin Speed häufiger konsumiert wird als Ecstasy, in Zürich ist es hingegen umgekehrt. Rang sechs mit Kokain ist wiederum in beiden Städten gleich. In Berlin folgen dann Ketamin, LSD, GHB, Psilocybin, Poppers, Methamphetamin und Heroin. In Zürich sieht die Rangfolge ab dem 7. Rang anders aus: LSD, Psilocybin, Ketamin, Poppers, GHB, Methamphetamin und Heroin. Sowohl in Berlin als auch in Zürich ist in der Partyszene der Gebrauch von Methamphetamin und Heroin nur eine Randerscheinung und kommt eher selten vor.

Grafik 1 zeigt die Monatsprävalenz des Gebrauchs verschiedener Drogen im Partykontext – Berlin und Zürich im Vergleich. Datenquellen: Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, Charité und InfoDrog. Grafik 1 zeigt die Monatsprävalenz des Gebrauchs verschiedener Drogen im Partykontext – Berlin und Zürich im Vergleich. Datenquellen: Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, Charité und InfoDrog.

Die Grafik veranschaulicht den aktuellen Konsum diverser Substanzen in Berlin und Zürich im Vergleich. Alkohol wird von Clubbesuchern in beiden Städten von nahezu 90 Prozent der Befragten konsumiert. Der Anteil der Tabakraucher liegt in Zürich um zehn Prozent und der Cannabisraucher um fünf Prozent über dem entsprechenden Anteil in Berlin. Amphetamin und Kokain wird in Berlin häufiger konsumiert als in Zürich, Ecstasy wird aktuell in beiden Städten von knapp der Hälfte der Clubbesucher eingenommen. Ketamin wird in Berlin viermal häufiger als in Zürich konsumiert, GHB/GBL etwas mehr als doppelt so häufig. Bei den Psychedelika LSD und Psilocybin haben hingegen die Zürcher die größere Vorliebe. Methamphetamin spielt in beiden Städten eine nur geringe Rolle in der Partyszene. In Zürich haben zwar ein höherer Anteil (drei Prozent) innerhalb der letzten 30 Tage Methamphetamin konsumiert, die Hälfte davon jedoch nur ein- oder zweimal. Hierbei handelt es sich um Gelegenheitskonsumenten. Nur 0,7 Prozent der 1675 befragten Personen in Zürich gaben an, im letzten Monat mehr als bei 20 Gelegenheiten Methamphetamin konsumiert zu haben. Bei Heroin lag die entsprechende Quote bei 0,6 Prozent.

Kein Fleisch, nicht heterosexuell

Auch abgesehen vom Drogengebrauch gibt es Unterschiede bei den Clubbesuchern in Berlin und Zürich. Am Global Drug Survey 2017 nahmen 863 Clubbesucher/innen in Berlin und 263 in Zürich teil. In Berlin gaben dort 29 Prozent an, kein Fleisch zu essen, in Zürich waren es hingegen nur 11 Prozent. Auch betreffend der sexuellen Veranlagung zeigt sich hier ein signifikanter Unterschied: In Berlin gaben 23 Prozent an, nicht heterosexuell zu sein, in Zürich waren es hingegen nur 11 Prozent. Quelle: Larissa J. Maier: Berlin vs. Zürich – Substanzkonsum im Nachtleben.

Drogengebrauch im Wandel der Zeit

SPI Forschung gGmbH (Forschungsbereich der Stiftung Sozialpädagogisches Institut) in Berlin befragte vor 20 Jahren schon einmal die Clubgänger in Berlin bezüglich ihres Konsumverhaltens. Als die Studie „Drogenkonsum Jugendlicher in der Techno-Party-Szene“ von der Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung (BZgA) veröffentlicht wurde, gab es großen Ärger, da die versprochene Anonymität nicht eingehalten wurde und die Namen der beteiligten Clubs mit der Anzahl der darin befragten Personen in der Studie abgedruckt waren. In der Folge bekamen einige der in der Studie aufgelisteten Clubs erhebliche Probleme und das Ansehen der SPI Forschung gGmbH und der BZgA hat – nicht nur in der Partyszene – großen Schaden erlitten.

Grafik 2 zeigt die Monatsprävalenz des Gebrauchs verschiedener Drogen im Partykontext in Berlin für die Jahre 1997 und 2017. Grafik 2 zeigt die Monatsprävalenz des Gebrauchs verschiedener Drogen im Partykontext in Berlin für die Jahre 1997 und 2017.

Das Durchschnittsalter bei der Befragung 2017 lag bei 30 Jahren, die Angaben für 1997 beziehen sich auf die Gruppe der 25- bis 30-jährigen. Da 1997 nur nach Halluzinogene gefragt wurde, wurden für diese Art von Substanzen für das Jahr 2017 die Werte für LSD und Psilocybin aufaddiert. Es zeigt sich hierbei, dass der Gebrauch von halluzinogen wirkenden Substanzen sich in den letzten 20 Jahren in den Berliner Clubs nicht stark verändert hat. Der Konsum von Amphetamin ist hingegen stark gestiegen (um 20 Prozentpunkte), gefolgt von Kokain (Anstieg um 19 Prozentpunkte), gefolgt von Ecstasy (Anstieg um 10 Prozentpunkte) und gefolgt von Cannabis (Anstieg um 7 Prozentpunkte).

Ketamin und GHB spielten damals nur eine marginale Rolle in der Club- und Partyszene, so dass damals diese Substanzen nicht abgefragt wurden. Die Tatsache, dass fast ein Drittel der Clubgänger heute in Berlin Ketamin konsumiert, stellt wohl die größte Veränderung betreffend Substanzpräferenz in der Berlin Clubkultur dar. Und der Konsum von Ketamin und GHB – insbesondere in Kombination mit Alkohol – ist für die Clubbetreiber eine große Herausforderung, da diese Konsumentengruppe die meisten Probleme in den Clubs verursachen. Diese Konsumenten sind nicht selten so berauscht und von Sinnen, dass sie viel häufiger als andere Partybesucher Gläser oder Flaschen mit Getränken umwerfen, das Lokal vollkotzen oder halb im Koma irgendwo in der Ecke liegen und betreut werden müssen.

Fazit

In Berlin musste eine Studie gemacht werden, um festzustellen, dass es mehr Aufklärung, Beratung und ein Drug-Checking-Programm braucht, um vernünftige Schadensminderung zu betreiben. Zürich hingegen hat Vorbildcharakter in Sachen Aufklärung, Beratung und Prävention: Die Drogenberatungsstelle Saferparty, das Drogeninformationszentrum DIZ und ein gut genutztes Drug-Checking-Programm. Einige Partygänger in Berlin haben sogar noch früher als die Zürcher erkannt, was von Nöten ist, um eine wirksame Prävention zu betreiben und haben bereits im Februar 1995 ein eigenständiges Drug-Checking-Programm gestartet, dass jedoch nach anderthalb Jahren wieder eingestellt werden musste, obwohl keiner der Beteiligten Akteure sich strafbar gemacht hatte. Die Politiker wollten es so. Und seit weit mehr als zwanzig Jahren organisieren Partygänger in Berlin ehrenamtlich Drogeninfostände in Clubs und auf Festivals um die Leute über die Wirkungen und Nebenwirkungen von Substanzen aufzuklären.

Vergl. hierzu in diesem Blog:

[14.10.2014] 20 Jahre Drogeninfostände in Berliner Clubs und das Video dazu
[27.08.2017] Drogeninfostände als Interventionsstrategie zur Gesundheitsförderung

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February 07 2018

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February 06 2018

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February 04 2018

Die Crux mit den Evangelikalen

Aus den verschiedenen repräsentativen Umfragen des Meinungsforschungsinstituts Pew Research Center in den letzten Jahren in den USA kann man gut herauslesen, aus welchen gesellschaftlichen Gruppen (Kohorten) die meisten Befürworter oder Gegner einer Legalisierung von Cannabis kommen. Treffen auf eine Person Attribute wie jung, gebildet, konfessionell ungebunden und demokratisch wählend zu, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass diese Person für die Legalisierung von Cannabis ist. Treffen auf eine Person hingegen Attribute wie alt, bildungsfern, fundamentalistisch evangelikal und republikanisch wählend zu, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass diese Person gegen die Legalisierung von Cannabis ist. Gemeint ist hier nicht nur die Legalisierung von Cannabis als Medizin, sondern genauso die Legalisierung von Cannabis als Genussmittel für den Freizeitgebrauch.

Die Altersgruppen

Die älteste Altersgruppe (geboren zwischen 1928 und 1945) wird als die Gruppe der „Silent“ bezeichnet. Die zweitälteste Altersgruppe wird als die Generation der „Boomer“ bezeichnet (geboren zwischen 1946 und 1964). Noch jünger ist die sogenannte „Generation X“ (geboren zwischen 1965 und 1980). Die Jüngsten sind die „Milliennals„, die zwischen 1981 bis 1997 auf die Welt kamen.

In der jüngsten Altersgruppe, den Milliennals, befürworten derzeit genau doppelt so viele Leute die Legalisierung von Cannabis wie in der Gruppe der Ältesten, den Silents. In der Gruppe der Jüngsten liegt derzeit der Anteil der Befürworter einer solchen Legalisierung bei 70 Prozent, in der Gruppe der Ältesten bei 35 Prozent – die einzige Altersgruppe mit einer Minderheit für die Legalisierung. Bei der zweitältesten Gruppe der Boomer liegt der Anteil der Befürworter der Legalisierung von Cannabis bereits bei 56 Prozent und in der drittältesten Gruppe, der Generation X, bei 66 Prozent.

Grafik 1 zeigt als Zeitreihe von 2008 bis 2017 die Anteile der Befürworter einer Legalisierung von Cannabis nach Altersgruppen sortiert. In den Jahren 2009 und 2012 wurde in den Umfragen das Alter nicht abgefragt. Die Daten für diese zwei Jahre wurden durch lineare Interpolation generiert. Datenquellen: Pew Research Center Grafik 1 zeigt als Zeitreihe von 2008 bis 2017 die Anteile der Befürworter einer Legalisierung von Cannabis nach Altersgruppen sortiert. In den Jahren 2009 und 2012 wurde in den Umfragen das Alter nicht abgefragt. Die Daten für diese zwei Jahre wurden durch lineare Interpolation generiert. Datenquellen: Pew Research Center

Vor zehn Jahren lagen die Anteile der Befürworter einer Legalisierung von Cannabis außer bei den Ältesten fast auf dem gleichen Niveau, bei den Jüngsten mit 36 Prozent sogar etwas niedriger als bei den beiden mittleren Altersgruppen: Generation X mit 38 Prozent und die Boomer mit 39 Prozent.

Lernfähigkeit in den Altersgruppen

Ein altes Sprichwort sagt, der Kopf sei rund, damit das Denken seine Richtung ändern kann. Dies scheint wohl für jüngere Leute mehr zu gelten als für ältere Leute. In der jüngsten Altersgruppe haben fast dreimal so viele Menschen innerhalb der letzten zehn Jahre ihre Meinung zu Gunsten einer Legalisierung von Cannabis geändert wie in der ältesten Altersgruppe.

Grafik 2 zeigt den Zuwachs der Anteile der Menschen in den einzelnen Altersgruppen zu Gunsten einer Legalisierung von Cannabis im Zeitraum von 2008 bis 2017. Datenquellen: Pew Research Center Grafik 2 zeigt den Zuwachs der Anteile der Menschen in den einzelnen Altersgruppen zu Gunsten einer Legalisierung von Cannabis im Zeitraum von 2008 bis 2017. Datenquellen: Pew Research Center

Der Zuwachs war bei den Millennials mit 34 Prozent am größten, gefolgt von der Generation X mit 28 Prozent, der Boomer Generation mit 18 Prozent und den ältesten Leuten, die Silents, mit nur 12 Prozent.

Signifikante Unterschiede bei den religiösen Einstellungen

Die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Konfession respektive zu keiner Konfession spielt bei der Häufigkeit einer Zustimmung zu einer Legalisierung von Cannabis ebenso eine große Rolle wie das Alter. Bei den menschen, die sich keiner Konfession zugehörig fühlen, befürworten 78 Prozent eine Legalisierung von Cannabis. Bei den fundamentalistischen evangelikalen Protestanten sind es nicht einmal halb so viele – gerade mal 38 Prozent. Das sind vor allem Leute, die ihren Kindern in der Schule am liebsten Religion statt Ethik oder Kreationismus statt Evolutionslehre (Darwinismus) verordnen.

Grafik 3 zeigt die Zustimmung zur Legalisierung von Cannabis in den USA nach Konfessionen aufgeschlüsselt. Datenquellen: Pew Research Center Grafik 3 zeigt die Zustimmung zur Legalisierung von Cannabis in den USA nach Konfessionen aufgeschlüsselt. Datenquellen: Pew Research Center

Im Mittelfeld der Befürworter einer Legalisierung von Cannabis befinden sich die Katholiken mit 52 Prozent und die gemäßigten Protestanten (mainline Church, mainline Protestant) mit 64 Prozent. Mainline Church ist in den Vereinigten Staaten eine Bezeichnung für protestantische Kirchen mit moderater Theologie, die offen sind für neue Ideen und gesellschaftliche Veränderungen, ohne ihre historische Basis und Tradition des christlichen Glaubens hierbei aufzugeben. Bemerkenswert ist, dass einzig bei den fundamentalistischen evangelikalen Protestanten wie auch einzig bei der Gruppe der ältesten Menschen es noch eine Mehrheit gibt, die gegen eine Legalisierung von Cannabis ist. Der Prototyp der Befürworter einer repressiven Drogenpolitik ist eher alt und extrem fromm.

Je höher die Bildung, desto größer die Zustimmung

Die Umfragen zeigen immer wieder, dass gebildete Leute einer Legalisierung von Cannabis eher zustimmen als Leute aus bildungsfernen Gesellschaftsschichten. Dies zeigt sich auch an Abstimmungsergebnissen im Umkreis der besten Universitäten in verschiedenen Gegenden.

Besonders interessant waren die Abstimmungsergebnisse in Massachusetts, wo im November 2016 über die Legalisierung abgestimmt wurde. Dort stimmten 53,6 Prozent der Legalisierung von Cannabis zu. Gemäß New York Times waren es in der Hauptstadt Boston 62,4 Prozent und in Cambridge, wo die Harvard Universität sowie das Massachusetts Institute of Technology (M.I.T.) ansässig sind, waren es sogar 71,3 Prozent. Beide Universitäten zählen zu den besten Universitäten auf der Welt. Im Academic Ranking of World Universities (ARWU) 2016 belegte die Harvard Universität den ersten, das M.I.T. den fünften Platz. Und auch die Universität von Boston zählt mit dem 75. Rang zu den hundert besten Universitäten auf der Welt.

Cambridge liegt nördlich von Boston und ist mit der Hauptstadt in den letzten Jahrzehnten zusammengewachsen. Gleiches gilt für die Stadt Somerville, wo viele Professoren und Studenten wohnen, die in Cambridge und Boston unterrichten respektive studieren. In Somerville stimmten 75,6 Prozent für die Legalisierung.

Der Hauptcampus des staatlichen Universitätssystems von Massachusetts liegt nicht in der Hauptstadt Boston, sondern etwa 100 Kilometer westlich davon in der Stadt Amherst. Dort stimmten 74,5 Prozent für die Legalisierung. In der Nachbarstadt Northampton, Verwaltungszentrum des Hampshire County und Wohnort vieler Studenten, votierten 68,9 Prozent für die Legalisierung. Offenbar stimmen intelligente und gebildete Menschen eher einer Legalisierung von Cannabis zu als weniger gebildete Leute aus bildungsfernen Schichten.

Gleiches gilt auch für Kalifornien, wo nicht nur viele der großen Konzerne der Digitalwirtschaft ihren Firmensitz haben, sondern wo es auch auffallend viele sehr gute Universitäten gibt. Dazu zählen die Stanford University (ARWU-Rang 2), die University of California, Berkeley (Rang 3), das California Institute of Technology (Rang 8), die University of California, Los Angeles (Rang 12), die University of California, San Diego (Rang 14) und die University of California, San Francisco (Rang 21). Das heißt, ein Viertel der zwei Dutzend besten Universitäten auf der Welt sind in Kalifornien beheimatet.

In San Francisco sind gleich fünf Universitäten beheimatet. Außer der University of California befinden sich dort die 1855 gegründete University of San Francisco, die 1899 gegründete San Francisco State University, die 1901 gegründete Golden Gate University und die 1929 gegründete Academy of Art University. San Francisco hat somit ein breit gefächertes Bildungsangebot und ist weit mehr als ein Sehnsuchtsort für nostalgische Hippies, die dort in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts auf LSD umherschweiften. Und in San Francisco haben bei der Abstimmung im November 2016 ganze 74,3 Prozent der Abstimmungsteilnehmer ein Votum für die Legalisierung abgegeben.

Nun wissen wir, wes Geistes Kind die Prohibitionisten sind.

Vergleiche hierzu in diesem Blog

[01.02.2018] Amnestie für Kiffer in San Francisco
[28.10.2017] USA: Wachsende Zustimmung für die Legalisierung von Cannabis

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February 02 2018

RÜCKWIRKENDE STRAFFREIHEIT FÜR KIFFER: Amnestie für Kiffer in San Francisco


Am 31. Januar 2018 verkündete der Bezirksstaatsanwalt George Gascón in einer Pressemitteilung, dass die Staatsanwaltschaft von San Francisco die Proposition 64 (per Volksabstimmung beschlossenes Gesetz zur Legalisierung von Cannabis), die den Besitz und die Freizeitnutzung von Marihuana für Erwachsene im Alter von 21 Jahren oder älter legalisiert, rückwirkend auf Vergehen und Verbrechen seit dem Jahr 1975 anwenden wird. Die Initiative forderte, strafrechtliche Sanktionen für Marihuana-Straftaten nach der Verabschiedung des neuen Gesetzes im November 2016 aufzuheben und Kürzungen der Haft oder Entlassungen auf Antrag einer verurteilten Person vorzunehmen. Die Staatsanwaltschaft von San Francisco wird bis zu 4.940 schwere Verbrechen mit Bezug zu Marihuana überprüfen, zurückrufen oder neu ausrichten. Verurteilungen aufgrund von 3.038 Ordnungswidrigkeiten werden aufgehoben. Dies erfordert keine Maßnahmen von denjenigen, die gemäß Proposition 64 berechtigt sind.
„Während die Drogenpolitik auf Bundesebene rückwärts gewandt ist, übernimmt San Francisco erneut die Führung, um den Schaden zu beheben, den der katastrophale und gescheiterte Drogenkrieg unseres Landes auf unsere Nation und insbesondere auf farbige Gemeinschaften hatte“ , sagte Bezirksstaatsanwalt George Gascón. „Vor langer Zeit haben wir unsere Fähigkeit verloren, das Gefährliche von einem Ärgernis zu unterscheiden. Dadurch ist das Gefüge von unseren Gemeinschaften zerbrochen und wir haben deswegen nicht mehr Sicherheit schaffen können. Während diese Entlastung gemäß Proposition 64 bereits für jeden mit einer Verurteilung verfügbar ist, müssen sie wissen, dass sie mit einen Anwalt die Löschungspapiere sofort beantragen können. Eine strafrechtliche Verurteilung kann ein Hindernis für eine Beschäftigung, eine Unterkunft und andere Vorteile darstellen. Anstatt also darauf zu warten, dass die Gemeinschaft aktiv wird, ergreifen wir Maßnahmen für die Gemeinschaft.“
„Dieses Beispiel, eines von vielen in unserem Bundesstaat, unterstreicht die wahre Verheißung von Proposition 64 und gibt Kaliforniern, vor allem Menschen mit dunkler Hautfarbe, neue Hoffnung und neue Möglichkeiten. Ihr Leben wurde durch ein kostspieliges, zerrüttetes und rassistisch diskriminierendes System der Marihuanakriminalisierung aus geregelten Bahnen geworfen“ , sagte der Vizegouverneur von Kalifornien, Gavin Christopher Newsom. „Dies ist nicht nur eine dringende Frage der sozialen Gerechtigkeit hier in Kalifornien – es ist ein Modell für den Rest der Nation.“
In Kalifornien wird geschätzt, dass zwischen 1915 und 2016 kalifornische Strafverfolgungsbehörden 2.756.778 Cannabis-Festnahmen durchgeführt haben. Während Proposition 64 ermöglicht, dass diejenigen, die wegen Marihuana-Verbrechen verurteilt wurden, eine Petition zur Reduzierung oder Aufhebung ihrer Strafe einreichen können, haben laut der Drug Policy Alliance nur 4.885 Kalifornier bei Staatsgerichten beantragt, dass ihre Cannabis-Verurteilungen seit dem Durchgang der Initiative aufgehoben werden.
Laut dem Cannabis Equity Report der Stadt San Francisco ging der Anstieg der gesamten Cannabis-Verhaftungen im Jahr 2000 mit einem Anstieg der Unverhältnismäßigkeit der Verhaftungen von Afroamerikaner einher. Die Verhaftungen stiegen zwischen 1999 und 2000 um 160% von 1.164 auf 3.042. Der Prozentsatz der Verhaftungen von Afroamerikanern stieg von 34% auf 41% aller Verhaftungen, ein Anstieg um 20%. Der Anteil der Schwarzen lag im Jahr 2000 in San Francisco bei lediglich 7,8% der Bevölkerung.
Nach der neuen Richtlinie werden alle Strafen aufgehoben, die den Besitz von 28,5 Gramm oder weniger Marihuana betreffen sowie den Besitz von 8 Gramm oder weniger konzentriertem Cannabis, wenn die Person zur Tatzeit 21 Jahre oder älter war. Verbrechen werden als Vergehen herabgestuft, wenn mit Marihuana gehandelt wurde oder mehr als sechs Cannabispflanzen angebaut wurden. Letzteres gilt im Rahmen des Gesundheits- und Sicherheitscode Abschnitt 11359, des Gesundheits- und Sicherheitsgesetzbuch § 11360 und des Gesundheits- und Sicherheits-Code Abschnitt 11358.
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February 01 2018

Amnestie für Kiffer in San Francisco

Am 31. Januar 2018 verkündete der Bezirksstaatsanwalt George Gascón in einer Pressemitteilung, dass die Staatsanwaltschaft von San Francisco die Proposition 64 (per Volksabstimmung beschlossenes Gesetz zur Legalisierung von Cannabis), die den Besitz und die Freizeitnutzung von Marihuana für Erwachsene im Alter von 21 Jahren oder älter legalisiert, rückwirkend auf Vergehen und Verbrechen seit dem Jahr 1975 anwenden wird. Die Initiative forderte, strafrechtliche Sanktionen für Marihuana-Straftaten nach der Verabschiedung des neuen Gesetzes im November 2016 aufzuheben und Kürzungen der Haft oder Entlassungen auf Antrag einer verurteilten Person vorzunehmen. Die Staatsanwaltschaft von San Francisco wird bis zu 4.940 schwere Verbrechen mit Bezug zu Marihuana überprüfen, zurückrufen oder neu ausrichten. Verurteilungen aufgrund von 3.038 Ordnungswidrigkeiten werden aufgehoben. Dies erfordert keine Maßnahmen von denjenigen, die gemäß Proposition 64 berechtigt sind.

Während die Drogenpolitik auf Bundesebene rückwärts gewandt ist, übernimmt San Francisco erneut die Führung, um den Schaden zu beheben, den der katastrophale und gescheiterte Drogenkrieg unseres Landes auf unsere Nation und insbesondere auf farbige Gemeinschaften hatte“ , sagte Bezirksstaatsanwalt George Gascón. „Vor langer Zeit haben wir unsere Fähigkeit verloren, das Gefährliche von einem Ärgernis zu unterscheiden. Dadurch ist das Gefüge von unseren Gemeinschaften zerbrochen und wir haben deswegen nicht mehr Sicherheit schaffen können. Während diese Entlastung gemäß Proposition 64 bereits für jeden mit einer Verurteilung verfügbar ist, müssen sie wissen, dass sie mit einen Anwalt die Löschungspapiere sofort beantragen können. Eine strafrechtliche Verurteilung kann ein Hindernis für eine Beschäftigung, eine Unterkunft und andere Vorteile darstellen. Anstatt also darauf zu warten, dass die Gemeinschaft aktiv wird, ergreifen wir Maßnahmen für die Gemeinschaft.

Dieses Beispiel, eines von vielen in unserem Bundesstaat, unterstreicht die wahre Verheißung von Proposition 64 und gibt Kaliforniern, vor allem Menschen mit dunkler Hautfarbe, neue Hoffnung und neue Möglichkeiten. Ihr Leben wurde durch ein kostspieliges, zerrüttetes und rassistisch diskriminierendes System der Marihuanakriminalisierung aus geregelten Bahnen geworfen“ , sagte der Vizegouverneur von Kalifornien, Gavin Christopher Newsom. „Dies ist nicht nur eine dringende Frage der sozialen Gerechtigkeit hier in Kalifornien – es ist ein Modell für den Rest der Nation.

In Kalifornien wird geschätzt, dass zwischen 1915 und 2016 kalifornische Strafverfolgungsbehörden 2.756.778 Cannabis-Festnahmen durchgeführt haben. Während Proposition 64 ermöglicht, dass diejenigen, die wegen Marihuana-Verbrechen verurteilt wurden, eine Petition zur Reduzierung oder Aufhebung ihrer Strafe einreichen können, haben laut der Drug Policy Alliance nur 4.885 Kalifornier bei Staatsgerichten beantragt, dass ihre Cannabis-Verurteilungen seit dem Durchgang der Initiative aufgehoben werden.

Bezirksstaatsanwalt von San Francisco, George Gascón Bezirksstaatsanwalt von San Francisco, George Gascón

Laut dem Cannabis Equity Report der Stadt San Francisco ging der Anstieg der gesamten Cannabis-Verhaftungen im Jahr 2000 mit einem Anstieg der Unverhältnismäßigkeit der Verhaftungen von Afroamerikaner einher. Die Verhaftungen stiegen zwischen 1999 und 2000 um 160% von 1.164 auf 3.042. Der Prozentsatz der Verhaftungen von Afroamerikanern stieg von 34% auf 41% aller Verhaftungen, ein Anstieg um 20%. Der Anteil der Schwarzen lag im Jahr 2000 in San Francisco bei lediglich 7,8% der Bevölkerung.

Nach der neuen Richtlinie werden alle Strafen aufgehoben, die den Besitz von 28,5 Gramm oder weniger Marihuana betreffen sowie den Besitz von 8 Gramm oder weniger konzentriertem Cannabis, wenn die Person zur Tatzeit 21 Jahre oder älter war. Verbrechen werden als Vergehen herabgestuft, wenn mit Marihuana gehandelt wurde oder mehr als sechs Cannabispflanzen angebaut wurden. Letzteres gilt im Rahmen des Gesundheits- und Sicherheitscode Abschnitt 11359, des Gesundheits- und Sicherheitsgesetzbuch § 11360 und des Gesundheits- und Sicherheits-Code Abschnitt 11358.

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January 26 2018

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January 22 2018

Schlechte Karten für Speedfreaks

Eine dreckige Droge wird immer beliebter

Speed (Amphetamin) wird als Analeptikum (erfrischendes, belebendes, anregendes Mittel) bezeichnet. Der Begriff Analeptikum ist von dem griechischen Begriff Analeptikon (erfrischend, kräftigend, stärkend) abgeleitet. Speed, auch Pep oder Peppen genannt, gehört zur Stoffklasse der β-Phenethylamine.…

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January 18 2018

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January 17 2018

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