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December 28 2011
March 19 2011
The Brotherhood of Love The Story of how LSD was distributed
hab ich zwar schon geposted aber weil owsley jetzt gestorben ist undwas ? du weisst nicht wer owsley ist?
und was die hells angels und der CIA mit LSD zu tun hatten?
und das lsd piezolumizent(äH?) ist?und wer sind diese coolen hippies?
und was ham die afghanen damit zu tun?
April 29 2010
Psilicon Valley.
Es macht schon Sinn, eine Konferenz über ‘Psychedelic Science in the 21st Century’ in San José im Silicon Valley stattfinden zu lassen – wie es MAPS am vorvergangenen Wochenende tat. Leider konnte ich nicht dabei sein, aber seit ich vor 20 Jahren an der “Cyberthon”- Konferenz über virtuelle Realität mit Tim Leary, Terence McKenna, John Perry Barlow u.v.a. teilnahm und morgens um vier in San José im Büro eines jungen Musikers und VR-Bastlers – des heute weltberühmten Jaron Lanier – das erste mal in den Cyberspace eintauchen konnte, ist mir die Verbindung zwischen digitaler Magie und magischen Pilzen ziemlich bewußt. Der Schamane, der das Tal südlich von San Francisco verzaubert hatte, war der Ingenieur Myron Stolaroff, der nach seiner ersten LSD-Erfahrung seinen Job als Chef-Designer des Audio-Herstellers “Ampex” aufgegeben und 1961 das “International Institute for Advanced Studies” eingerichtet hatte, das sich der Erforschung von Psychedelika und ihrem Einfluss auf kreative Problemlösungen widmete. Bis zu seiner mit dem Verbot von LSD 1966 angeordneten Schließung hatte das Institut Sitzungen mit 350 Personen durchgeführt – darunter zahlreiche Techniker, Mathematiker und Ingenieure der nahen Stanford-Universität. Viele aus dieser Gruppe gehörten dann 10 Jahre später zu den Pionieren, die aus dem zentralen “Elektronengehirn” der Großkonzerne den vernetzen PC entwickelten – und aus den Nachrichtenverbindnungen für das Militär, das sie in Stanford entworfen hatten, das zivile Internet und email: “Tune in, Turn on, Boot up!” Und so überrascht es auch nicht einer der Internet-Pioniere – John Gilmore, ehemaliger SUN-Chefprogrammierer - auf der diesjährigen Konferenz darüber berichtet, dass er mit Logik allein bei seinen Problemen nicht weitergekommen wäre: “My experiences with psychedelics convinced me that there was more mystery in the world than that and that our perceptions are not as closely matched to reality as we believe.” Dieser Blick über den Tellerrand verhalf Gilmore vermutlich auch zu der Formulierung, die zum Leitsatz der Netzfreiheit wurde: “The Net interprets censorship as damage and routes around it.”
Neben derlei historischen Verdiensten von Psychedelika in der Technikentwicklung ging es bei der Konferenz aber vor allem auch um ihr aktuelles Potential – wie beispielsweise die überaus positiven Ergebnisse von Therapien mit MDMA (“Ecstasy”) bei post-traumatischen Stress-Disorders (PTSD) (“Party Drug could ease trauma long term”, so Nature, weitere Links dazu hier ). Dass unlängst die New York Times auf ihrer Titelseite ausführlich über die erstaunliche anti-depressive Langzeitwirkung von Psilocybin berichtete wird als Zeichen für eine Renaissance der psychedelischen Forschung gesehen, die jahrzehntelang zumindest offiziell kaum stattfinden konnte. So scheinen nun bizarreweise die massenhaft traumatisiert aus dem Krieg heimkehreneden Veteranen dafür zu sorgen, dass der “Krieg gegen Drogen” zumindest an der Front der “Friedensdrogen” etwas gelockert wird…
March 12 2010
St.Petri-Schnee: Vom Mutterkornalkaloid zum Gottesglaube
Der österreichische Schriftstellers Leo Perutz hatte 1933 (fünf Jahre, bevor Albert Hofmann erstmalig LSD herstellte und zehn Jahre bevor er die Wirkung dieser Substanz erkannte) in dem Roman »St.Petri-Schnee« die Entstehung der Religion, die sich ihm als Massenhysterie darstellte, auf eine Infektion durch den Getreidepilz Mutterkorn zurückgeführt. Darauf aufbauend beschrieb Perutz in dem Roman die Arbeit eines auf naturwissenschaftlichem Gebiet arbeitenden Barons, der aus dem Mutterkorn einen Stoff extrahierte, der vorübergehende psychische Wirkungen hervorrief und in keiner Weise den Organismus schädigte. Pikanterweise befand sich das Laboratorium des Barons im Pfarrhaus. Perutz entwickelte in dem Roman mit großer erzählerischer Virtuosität zwei Versionen nebeneinander, die so exakt mit allen Mitteln der erzählerischen Virtuosität konstruiert waren, dass die Leser nicht entscheiden konnten, welche der beiden ‘Realitäten‘ die wahrscheinlich(er)e sei … In diesem Wechselspiel von Traum und Wirklichkeit erwies sich der Roman als ein erzählerisches Meisterwerk.
Zitate aus »St.Petri-Schnee« von Leo Perutz
Der Pfarrer: »Glauben heißt begnadet sein. Der Glaube ist das Werk Gottes in uns und er kann nur lebendig werden durch geduldige Arbeit, durch dienende Liebe und durch Gebet.« Die Pharmakzeutin: »Nein, auch durch Chemie.« (S. 114)
Der Baron: »Das, was wir religiöse Inbrunst und Ekstase des Glaubens nennen, bietet als Einzel- wie Massenerscheinung fast immer das klinische Bild eines durch ein Rauschgift hervorgerufenen Erregungszustandes.« (S. 115)
Der Baron: »Es gibt – oder es gab – eine Getreidekrankheit, die in früheren Jahrhunderten oft beschrieben worden ist, und in jeder Gegend, in der sie auftrat, war sie unter einem anderen Namen bekannt. In Spanien hieß sie ‘die Magdalenenflechte’, im Elsaß ‘der Armen-Seelen-Tau’. Das ‘Arztbuch’ des Adam von Cremona beschrieb sie unter dem Namen ‘Misericordia-Korn’, in den Alpen war sie als ‘St.Petri-Schnee’ bekannt. In der Umgebung von St. Gallen nannte man sie den ‘Bettelmönch’ und im nördlichen Böhmen die ‘St. Johannis-Fäule’. Hier bei uns im Westfälischen, wo sie besonders oft auftrat, hieß sie bei den Bauern ‘der Muttergottesbrand’. (…) Und nun beachten Sie, daß alle Namen, die ich ihnen aufgezählt habe, etwas gemeinsames besitzen: die Verknüpfung mit religiösen Vorstellungen.« (S. 121)
Es gelang der Pharmazeutin, durch ein Destillationsverfahren aus dem Pilz das flüssige Rauschgift zu gewinnen, und die Analyse, die sie vornahm, ergab: »Die wirksamen Bestandteile sind eine Anzahl Alkaloide. Außerdem finden sich noch kleinere Mengen harzartiger Produkte und ein wenig Sphazelynsäure vor und schließlich lassen sich eine Spur einer öligen Substanz nachweisen.« (S. 127)
Der Baron: »Dieses Mittel (dieses Alkaloid) schädigt in keiner Weise den Organismus. Es ruft rein psychische Wirkungen hervor, vorübergehende Wirkungen übrigens. Es macht vielleicht den Mann für kurze Zeit ein wenig glücklicher – das ist alles.« (S. 79)
Leo Perutz: »St.Petri-Schnee«
http://www.dtv.de/dtv.cfm?wohin=dtvnr13405
Vergleicht man die Beschreibungen der »Substanz« aus dem Mutterkorn im Roman von Leo Perutz mit den Aussagen führender Wissenschaftler zu LSD, dann kann man erkennen, wie präzise der Autor die Wirkungen jener Substanz vorausgesehen hatte. So bezeichnete Albert Hofmann LSD als sakrale Droge und am LSD-Symposium 2006 in Basel äußerte sich der 100-jährige Hofmann zur Frage, was er unter sakralen Drogen verstehe, wie folgt:
Albert Hofmann: LSD ist eine sakrale Droge
»Ich verstehe darunter Substanzen, die seit Jahrtausenden immer im zeremoniellen Rahmen gebraucht wurden, und bei denen ein Tabu lastete. Der gewöhnliche Sterbliche darf diese Stoffe, diese Pflanzen nur gebrauchen im Rahmen einer heiligen Feier unter der Leitung des Schamanen. Es waren Drogen, die deshalb diesen Schutz nötig hatten, weil sie zutiefst in den Menschen, den Menschen verändern. Das Bewusstsein ist eigentlich die göttliche Gabe, die den Menschen beschieden ist. Deswegen waren immer diese bewusstseinsverändernden Drogen im Gebrauch. Sie konnten nur im rituellen Rahmen gebraucht werden. Das ist auch die große Schwierigkeit heute: Wir haben keinen zeremoniellen Rahmen mehr.«
Ein weiteres LSD-Verbrechen der CIA aufgeklärt
Der in Florida lebende investigative Journalist Hank Albarelli hat in seinem neuen Buch »A Teribble Mistake« ein weiteres Verbrechen der CIA aufgekälrt. Unter dem Namen l’affaire du pain maudit (zu Deutsch: Affäre des verfluchten Brotes) ist eine Massenvergiftung bekannt, die sich am 16 August 1951 in Pont-Saint-Esprit ereignete. Die Ursache war verunreinigtes Brot der örtlichen Bäckerei Roch Briand, welches neben Übelkeit und Erbrechen auch psychotische Symptome hervorrief. Sieben Personen starben bei Panikanfällen, 50 wurden in psychiatrische Kliniken eingewiesen, weitere 250 Personen litten unter mehr oder weniger schweren Vergiftungssymptomen. Die Einwohner der Stadt gerieten in Panik, und es gab langanhaltende und weitreichende Spekulationen über die Ursache der Vergiftungserscheinungen. Wegen der teilweise halluzinatorischen Symptome wurde von den örtlichen Gesundheitsbehörden eine Mutterkornvergiftung (Ergotismus) vermutet, die aber nie bestätigt werden konnte. Weitere Hypothesen machten eine Quecksilberverbindung, die zur Desinfektion von Getreide verwendet wurde.
In seinem neuen Buch »A Teribble Mistake: The Murder of Frank Olson and the CIA’s Secret Cold War Experiments« konnte Albarelli nun beweisen, dass es sich bei dieser Massenvergiftung nicht um einen Unfall handelte, sondern um einen Feldversuch der CIA, die testen wollte, in wie weit LSD als chemischer Kampfstoff brauchbar sei. Bemerkenswert ist hierbei, dass die CIA ausgerechnet den Ort namens Pont-Saint-Esprit (zu Deutsch: Brücke zum heiligen Geist) ausgesucht hatte, weil in der Vergangenheit mehrfach das Entstehen von religiösen Erweckungsbewegungen in der Folge von Mutterkornvergiftungen beobachtet werden konnten.
Zwei Jahre später (1953) wollte die CIA den gesamten LSD-Bestand von der Herstellerfirma Sandoz aufkaufen. Man einigte sich auf Lieferungen von 100 Gramm pro Woche (100 Gramm entsprechen einer Million Trips à 100 Mikrogramm). Zudem willigte Sandoz in die Nennung aller Bezieher von LSD an die CIA ein. Um nicht von der neutralen Schweiz abhängig zu sein, drängte die CIA den US-Pharmakonzern Eli Lilly, LSD zu synthetisieren. Die CIA erweiterte nochmals ihr LSD-Forschungsprogramm und nannte es fortan »MK-ULTRA«. In den folgenden 12 Jahren wurden etwa 150 verschiedene Geheimprojekte in Kooperetion mit 150 verschiedenen Institutionen durchgefüht.
Am 29. November 1953 stürzte sich Dr. Frank Olson, ein für das US-Militär tätiger Biologe, aus dem zehnten Stock eines Hotels. Die Angehörigen hielten einen Selbstmord für ausgeschlossen und forderten eine Untersuchung. Vergeblich. Erst Jahrzehnte später wurde jene Geheimakte freigegeben, welche die Hintergründe des Todessturzes enthüllte. Es stellte sich heraus, dass Olson einige Tage vor dem Vorfall bei Kollegen zu Besuch war. Nach dem Abendessen genehmigte er sich ein Glas Cointreau. Er ahnte nicht, dass ein CIA-Offizier zu Versuchszwecken 0,07 Milligramm LSD in sein Getränk gemischt hatte. Er erlitt eine Panikattacke, fühlte sich noch am folgenden Tag verwirrt und niedergeschlagen. Wie er es schließlich geschafft hatte, durch das geschlossene Fenster des Hotelzimmers zu springen, darüber schwieg sich die Akte aus.
In den USA wurde erst 1977 bei einer Anhörung des Kongresses bekannt, dass die CIA in den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts unerlaubte Drogenversuche mit Ahnungslosen anstellte. Die US-Regierung zahlte daraufhin an Betroffene über eine Million Dollar an Entschädigungen.
Die Drogenkrieger der USA gehören wahrlich zu den schlimmsten Verbrecherbanden auf dieser Welt. Diese Erkenntnis ist nicht neu, und obwohl immer wieder neue Greultaten dieser Drogenkrieger ans Tageslicht kommen, lassen sich die Organisationen der UNO, insbesondere die Weltgesundheitsorganisation (WHO) immer wieder von diesen US-amerikanischen Drogenkrieger erpressen. Die WHO hält auf geheiß der USA Studien zurück und das Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) schlägt systematisch alle Kritik am Krieg gegen die Drogen (war on drugs) in den Wind und redet die negativon Folgen klein und fabuliert immer wieder über eigene Erfolge. Das Grauenhafte an der ganzen Situation ist die Tatsache, dass kaum eine Regierung auf dieser Welt sich traut, Kritik an diesem verbrecherischen Unrechtsregime zu äußern.
Drogenpolitik muss sich den Prinzipien einer guten Regierungsführung unterordnen, wie sie in den universalen Menschenrechtserklärungen, in der Konvention über Biodiversität und in anderen internationalen Abkommen zugrunde gelegt sind. Insbesondere sind die sozialen, wirtschaftlichen und politischen Rechte sowie das Recht auf kulturelle Vielfalt für alle Individuen zu garantieren. Deshalb wird hier den Regierungen der Welt vorgeschlagen, die Vereinten Nationen dazu aufzufordern, das Politikfeld »Drogenkontrolle« respektive »Umgang mit psychotrop wirkenden Substanzen« der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Suchtstoffkommission (UNODC) zu entziehen und der Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) anzuvertrauen.
Hinweis: Zum Thema »CIA« und »Pont-Saint-Esprit« sind dieser Tage zahlreiche Melungen in den Medien publiziert worden. Zu dem Thema zeigen verschiedene Suchmaschinen jede Menge Treffer in deutlich unterschiedlicher Reihenfolge an: Ecosia, Google, Metager oder Metager2.
March 11 2010
French bread spiked with LSD in CIA experiment - Telegraph
A 50-year mystery over the 'cursed bread' of Pont-Saint-Esprit, which left residents suffering hallucinations, has been solved after a writer discovered the US had spiked the bread with LSD as part of an experiment.
January 25 2010
Maybe Soup is currently being updated? I'll try again automatically in a few seconds...

